Das Brandschutzkonzept
Gemeinsam mit den Brandschutzingenieuren Dehne, Kruse & Partner erarbeitete das Architekturbüro Kaden + Klingbeil ein spezifisches Brandschutzkonzept (06G117-2) für die Esmarchstrasse 3, das die gesetzlichen Vorgaben der Gebäudeklasse 4 (MBO) für die Gebäudeklasse 5 in Holzbauweise anpasst.
Da in der Gebäudeklasse 5 die verwendeten Bauelemente in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen müssen und Holz damit bislang ausschied, konnten die bauaufsichtlichen Schutzziele nur durch eine komplexe, neuartige Brandschutzstrategie erreicht werden.
Ihre Kernelemente bestehen in sehr kurzen Fluchtwegen (siehe Brandschutzplan; das externe Treppenhaus und die Erschliessungsstege zum Wohnhaus sind daher in Stahlbeton ausgeführt) und in einer signifikanten Erhöhung des Feuerwiderstands der Konstruktion durch die entsprechend starke Dimensionierung der tragenden Bauteile und die Verkleidung (Kapselung) mit nichtbrennbaren Baustoffen . Mehrere Rauchmelder in jeder Wohnung gewährleisten überdies die rasche Entdeckung eines Brandherdes. Für die Wohnungsdecken wurde zudem ein durchsichtiger, entzündunghemmender Anstrich vorgesehen.
In der Kombination dieser Massnahmen ist der brandschutztechnische Sicherheitsstandard bei diesem Gebäude nach Feststellung der Brandschutzgutachter mindestens so hoch wie der vergleichbarer Stahl- oder Massivbauten.
